Finanzieren von Wohneigentum
Das ist ein Artikel, den du dir nicht erst ansehen solltest, wenn es so weit ist, sondern zeitnah. Es geht um viel. Dann hast du schon mal einen Plan, was da alles auf dich zukommen könnte, kannst dich gut darauf einstellen und im Vorfeld vielleicht auch schon einiges dafür in die Wege leiten, ganz nebenbei.
Eine Immobilienfinanzierung ist eine der wichtigsten Entscheidungen deines Lebens. Sie sollte deshalb gut durchdacht und geplant werden. Wer sich passiv auf Berater oder Online-Angebote verlässt, riskiert schnell hohe Mehrkosten und langjährige Belastungen.
Bringe dich unbedingt aktiv in alles mit ein und prüfe sorgfältig, bevor du unterschreibst!
Worauf du im Vorfeld achten solltest
- Hast du gründlich verglichen und dich nicht unter Druck setzen lassen?
- Passt dein Vorhaben langfristig, bzgl. Lage, Familienplanung, Lebensumstände und fürs Alter?
- Ist dein Anbieter seriös und transparent? Preisunterschiede von 10 bis 15 % sind keine Seltenheit.
- Sind alle Kosten berücksichtigt? Häufig fehlen Posten wie Hausanschluss, Statik, Erschließung oder Mehrleistungen. Schnell können da mehrere zehntausend Euro zusammenkommen.
- Sind alle privaten Zusagen sicher? Geldgeschenke, Eigenleistungen oder Darlehen sollten verbindlich sein, sonst droht eine teure Nachfinanzierung.
Eine Nachfinanzierung ist eines der größten Risiken: Sie gilt es unbedingt zu vermeiden, denn sie verursacht eine höhere monatliche Belastung als im Vorfeld geplant, längere Laufzeiten und insgesamt gesehen auch enorme Mehrkosten.
Finanzierung ohne Eigenkapital
„Finanzierungen ohne Eigenkapital“ sind kaum möglich, und wenn, sind sie riskant. Ohne Erspartes gibt es keine Finanzierung zum Preis der Miete. Hausbesitz bringt immer zusätzliche Kosten mit sich (Versicherungen, Instandhaltung, Rücklagen).
Wer noch kein Eigenkapital hat, sollte besser noch einige Jahre gezielt sparen. Banken honorieren Eigeninitiative und gewähren bessere Konditionen, selbst wenn die 20 % Eigenkapital vielleicht nicht ganz erreicht werden.
Ein interessanter Artikel von uns dazu: „Ohne Eigenkapital kein Wohneigentum“.
Grundwissen zu Zins und Tilgung
- Zinsen sind der Preis für das geliehene Geld.
- Tilgung ist die Rückzahlung deines Darlehens.
- Zusammen ergibt es die monatliche Rate.
- Der Effektivzins enthält alle Nebenkosten und ist daher höher als der Nominalzins.
Standard ist das Annuitätendarlehen: Die Rate bleibt gleich, der Zinsanteil sinkt mit der Zeit, der Tilgungsanteil steigt. So baut sich das Darlehen stetig ab.
Früher dauerte eine Finanzierung mit 6 % Zins und 1 % Tilgung rund 30 Jahre. Bei heutigen niedrigeren Zinsen musst du eine entsprechend höhere Tilgung wählen, um auch in einer angemessenen Zeit schuldenfrei zu sein.
Tipp: selbst rechnen!
Nutze die Website zinsen-berechnen.de, um Zins, Tilgung und Laufzeit zu verstehen und eigene Szenarien zu berechnen. Schon ein paar Stunden damit zu verbringen kann dich vor richtig teuren Fehlern bewahren., die sich quer durch dein ganzes Leben ziehen können. Wissen dagegen spart viel Geld, Zeit und eventuell auch Nerven.
Fazit
Eine gute Finanzierung beginnt mit Wissen, Planung und Realismus. Verstehe, was du unterschreibst, rechne selbst nach und geh kein Risiko ein, das deine Lebensqualität gefährdet. Denn eine Immobilie sollte Sicherheit schaffen und keine Sorgen.
So, viel Wichtiges ist nun schon geschrieben und das ist noch lange nicht alles. Der Rest ist nur noch über Fact Sheets zu bewältigen, sonst wird der Artikel zu lang. Diese Fact Sheets werden dir aber einige wichtige Informationen liefern, die den Unterschied ausmachen können. Die sind allerdings gerade in der Fertigstellung. Bitte, habe noch etwas Geduld.
